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5. November 2014 – 09:00 |

Wie lässt sich das nachhaltige Bauen in Deutschland vorantreiben? Welche innovativen Hauskonzepte gibt es jetzt und in Zukunft? Diesen Fragen ging die Jahrestagung der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG mit zahlreichen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft in Köln nach. Die Konferenz, an der rund 600 Zuhörer – darunter Verkaufsberater sowie Vertreter von Zulieferern und Partnerunternehmen – teilnahmen, lieferte einen aktuellen Überblick über das nachhaltige Bauen in Deutschland.

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China will Wirtschaft mit Nanotech-Know-how ankurbeln

Gepostet von am 26. Juni 2013 – 13:00Kein Kommentar |

Die chinesische Wirtschaft stockt – und Ökonomen halten den Atem an. Dabei ist das Wachstum mit 7,7 Prozent weiterhin hoch. Viel wichtiger als ein höheres, zum großen Teil aber exportabhängiges Wachstum, ist für China ohnehin eine nachhaltige Strategie, wie das Land seine Innovationskraft und seinen Binnenmarkt stärken kann. Mit einer regelrechten Know-how-Offensive ist die Regierung in Peking auf dem richtigen Weg – und fördert Hochtechnologien wie die Nanotechnologie.

Ein Wechsel von positiven und negativen Konjunkturdaten aus den USA oder Europa gehört mittlerweile schon fast zur Tagesordnung, aber aus China kamen in den vergangenen Jahren fast ausnahmslos gute Zahlen. Selbst während der Finanz- und Weltwirtschaftskrise wuchs die chinesische Wirtschaft um acht bis zehn Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres dann der Rückgang auf 7,7 Prozent. Damit liegt das Wirtschaftswachstum zwar noch immer über dem Ziel der Regierung von 7,5 Prozent – aber Ökonomen fürchten dennoch Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Nach der europäischen Schuldenkrise und der sich nur schleppend erholenden US-Wirtschaft hatten sie sich besonders aus Fernost neue Impulse für die globale Konjunktur erhofft.

China schützt geistiges Eigentum

Zwar hat die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt momentan tatsächlich einige Probleme, etwa einen aufgeblähten Kreditsektor, der teilweise an den Hypotheken-Boom in den USA erinnert. Grundsätzlich ist die Wachstumsstory Chinas aber nach wie vor intakt. Zuversichtlich stimmt vor allem, dass die chinesische Regierung erkannt hat, dass die Produktion billiger Massenprodukte für den Export und das Nachahmen westlicher Technologien und Produkte keine tragfähigen Strategien für die Zukunft sind. Stattdessen setzt Peking zunehmend auf Innovation und geistiges Eigentum im eigenen Land – und verschreckt auch keine Unternehmen aus dem Ausland mehr mit rücksichtslosem Ideendiebstahl. Während westliche Unternehmen noch vor einigen Jahren vielfach die Verletzung von Schutzrechten und Patenten in China beklagten, können sie ihr geistiges Eigentum im Reich der Mitte inzwischen wirksam schützen. Gibt es Verstöße, sieht die chinesische Justiz längst nicht mehr weg.

China hat das Negativbeispiel Japan vor Augen. Dort hat die Regierung in guten wirtschaftlichen Zeiten voll auf das Exportgeschäft gesetzt und die Binnenkonjunktur vernachlässigt. Als die Exporte Ende der 1980er Jahre einbrachen, konnte die japanische Volkswirtschaft die starken Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nicht kompensieren – fast ein Jahrzehnt lang litt „das Land der aufgehenden Sonne“ unter den Folgen. Diesen Fehler will China, wo die Haushalte mit einem Anteil von knapp 36 Prozent im internationalen Vergleich noch einen sehr niedrigen Beitrag zum BIP leisten, nicht wiederholen.

Deutschland ist Blaupause für Wirtschaftsumbau

THOBO-Kommunikation-Nanotechnologie-China

China setzt auf die Erforschung und kommerzielle Nutzung von Nanotech-Know-how.

Um einem Wirtschaftseinbruch bei nachlassendem Exportgeschäft vorzubeugen, treibt die Regierung in Peking den Ausbau einer nachhaltigen Binnennachfrage, die Stärkung der Mittelschicht, die Etablierung eines Sozialversicherungssystems und die Erforschung und Entwicklung von Hochtechnologien voran. Blaupause für den ehrgeizigen Wirtschaftsumbau ist Deutschland: Mit technologischem Know-how und einer wachsenden Mittelschicht konnte Deutschland bereits unmittelbar nach den Wiederaufbaujahren langanhaltendes und stabiles Wachstum erreichen.

Trotz der aktuellen Wirtschaftsschwäche macht China beachtliche Fortschritte auf dem Weg zu diesem Ziel. Bereits seit Jahren unterstützt die chinesische Regierung den Aufbau geistigen Eigentums. Um die Forschung in Gang zu bringen, hat Peking die Förderung neuer Technologien im zwölften Fünfjahresplan (2011-2015) gegenüber dem vorherigen Fünfjahresplan um 159 Prozent erhöht. Steuerliche Anreize und Beihilfen für Patentanmeldungen tragen dazu bei, dass chinesische Unternehmen zunehmend eigenes Know-how in zukunftsfähigen Technologiefeldern entwickeln. Die „National Patent Development Strategy“ der chinesischen Regierung hat zum Ziel, bis 2015 die Zahl von zwei Millionen Patentanmeldungen pro Jahr für China zu erreichen. Im Jahr 2020 sollen die Investitionen für Forschung und Entwicklung 2,5 Prozent des chinesischen BIP betragen. Zum Vergleich: Die fünf reichsten Länder der Welt (USA, Frankreich, Deutschland, Japan und Großbritannien) geben für Forschung und Entwicklung zwischen zwei und drei Prozent ihres BIP aus.

Auch die Zahl der im Ausland angemeldeten chinesischen Patente soll sich bis 2015 verdoppeln. Beim Europäischen Patentamt (EPA)haben die Anmeldungen aus China in den vergangenen Jahren bereits stark zugelegt. Mit rund 19.000 Patentanmeldungen belegte China 2012 im Ländervergleich der EPA immerhin Platz vier.

Nanotechnologie-Offensive in China

Besondere Chancen sieht die chinesische Regierung in der Erforschung und Kommerzialisierung von nanotechnologischem Know-how. Bereits vor Jahren hat sie die Förderung der Querschnittstechnologie Nanotechnologie zum wissenschaftlichen Großprojekt ausgerufen und Milliarden von Euro in die Forschung investiert. Die von der Europäischen Kommission finanzierte Organisation ObservatoryNANO schätzt, dass Chinas Nanotechnologie-Investitionen allein 2011 nach Kaufkraftparität 1,8 Milliarden Euro betrugen, während die USA umgerechnet 1,4 Milliarden Euro investierten. Bis 2020 will China die USA als führende Nanotechnologienation einholen.

Knapp 80 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten rund um die Nanotechnologie konzentrieren sich in China auf die Regionen um Beijing im Norden und Shanghai im Osten. In der 80 Kilometer vor Shanghai gelegenen Stadt Suzhou hat die chinesische Regierung mit der „Nanopolis“ Anfang des Jahres ein nationales Zentrum für Nanotechnologie eröffnet. Insgesamt will Peking eine Milliarde Euro auf dem 140 Fußballfelder großen Gelände investieren. Ziel ist die Förderung der Entwicklung und Kommerzialisierung von Produkten und Anwendungen auf Basis der Nanotechnologie sowie die Ansiedlung internationaler Unternehmen.

Gigantisches Marktpotenzial für Nanotech

Die Experten von ObservatoryNANO rechnen damit, dass der Markt für Nanotechnologie in China 2015 ein Volumen von rund 112 Milliarden Euro erreichen wird. Großen Anteil daran dürfte die steigende Inlandsnachfrage haben. Mittlerweile haben mehr als 500 Millionen Chinesen den Aufstieg zu kleinem Wohlstand geschafft. Mit der wachsenden Mittelschicht steigen auch die Konsumausgaben. Das stärkt den Binnenmarkt und die Nachfrage nach innovativen Technologien und Verfahren, zumal die Chinesen als technikaffin und neuen Produkten gegenüber als sehr aufgeschlossen gelten. Für Unternehmen mit vielversprechenden Ideen, neuen Technologien und praktischen Produkten ergeben sich dadurch neben Absatzpotenzialen im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum und auf den internationalen Märkten auch immense Chancen in einem wachsenden chinesischen Binnenmarkt.

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